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LONGBOARDEN IM SPÄTSOMMER – DER LONGBOARD DAY 2014

“Ein bisschen wie Surfen ohne Wellen”

Longboard-Fan Marco Beyer über die Sommer-Alternative zum Snowboard, seine Eigenschaften und darüber, wer beim Rollen gute Karten hat

Zwickau. Snowboarder in Westsachsen können ihrem Sport nur im Winter nachgehen. Eine sommerliche Alternative ist das Longboard – ein Brett mit Rollen dran, aber größer als ein Skateboard. Für Freunde dieses Sports hat der Endless-Winter-Sport-Shop auf dem Muldenradweg bei Wulm am Samstag ein Longboard-Treffen veranstaltet. Marcus Wellnhofer sprach dem Teilhaber des Geschäfts Marco Beyer (38).

Freie Presse: Herr Beyer, lange stand nicht fest, ob das Treffen wegen des regnerischen Wetters überhaupt stattfinden kann, weil es sonst zu gefährlich sei, Longboard zu fahren. Ist es auf nasser Strecke wirklich so schwer, das Brett zu steuern?

Marco Beyer: Ja, bei Regen ist es nicht einfach. Die Rollen des Longboards haben kein Profil und rutschen daher sehr schnell weg. Gerade für Anfänger ist das natürlich blöd. Ein paar Regentropfen sind kein Problem, aber wenn es richtig nass ist, wird’s schon schwierig. Außerdem ist so eine Veranstaltung grundsätzlich bei gutem Wetter schöner, deswegen haben wir erst spontan bekannt gegeben, ob das Treffen stattfindet.

Fällt das Longboarden leichter, wenn man schon mal Snowboard oder Skateboard gefahren ist?

Das ist auf jeden Fall von Vorteil. Es ist auch egal, ob auf dem Snowboard, Skateboard oder Surfbrett. Nur Ski fahren bringt nichts.

Sind Longboard und Skateboard nicht das selbe?

Mit dem Longboard kann man viel besser rollen, weil es größere und weichere Rollen hat. Das ist auf längeren Strecken viel angenehmer als beim Skateboard. Das rollt zwar auch, allerdings sind Skateboards eher für Tricks und Sprünge konzipiert. Longboarden ist dagegen ein bisschen wie das Surfen ohne Wellen. Bei vielen ist auch das sogenannte Dancen beliebt. Dabei läuft man möglichst stylisch und dynamisch auf dem Brett herum – natürlich während es rollt.

Wie ist es denn für einen Snowboarder ganz ohne Schnee, das Gefühl auf dem Longboard?

Man kann beides wirklich miteinander vergleichen. Die Achsen des Longboards sind doppelt gelagert. So ist das Bewegungsprinzip das gleiche wie auf dem Snowboard. Die Bewegung wird mit den Knien und durch Gewichtsverlagerung gesteuert. Es fühlt sich ein bisschen so fluffig an, als würde man im Tiefschnee snowboarden.

Sind Sie vom Longboarden so begeistert, dass Sie jetzt ihr Snowboard im nächsten Winter in der Ecke stehen lassen?

Nein, das sicher nicht. Ich fahre ja selbst seit 24 Jahren Snowboard. Das Long boarden hab ich erst vor drei Jahren für mich entdeckt. Es ist eine gute Alternative, trotzdem bleibt das Snowboard für mich das einzig Wahre.

erschienen am 25.08.2014
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG

 
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